Der Schrei von der Kapelle

10 0 0

Als Vittorio wieder auf die Terrasse kam, roch der Garten stärker nach Honig als zuvor. Es lag nicht wirklich am Baklava; die Barke hatte sich längst vom Steg gelöst und war nur noch ein dunkler Umriss auf dem Wasser. Aber der Duft schien an Vittorios Talar zu haften und an der Flasche Uhudler, die der Kardinal wie ein überreichtes Beweisstück in der Hand hielt.
„Ich habe beschlossen“, sagte Emmett, als er zu Justin und Brian zurücktrat, „dass militärische Ausbildung mit Baklava wesentlich süßer wirkt.“


„Warte, bis sie schießen lernen“, sagte Brian.
„Das können die sicher schon.“
Vittorio stellte die Flasche auf den kleinen Beistelltisch neben die Karaffen. 
Auf der Terrasse wurden neue Schalen herumgereicht. Kleine Stücke von geröstetem Brot mit Olivenpaste, gefüllte Weinblätter, Kichererbsenbällchen mit Joghurt, Artischockenherzen in Öl. Mary wählte nur ein Stück Brot und betrachtete es instruktiv, bevor sie hineinbiss. Fiona nahm ein gefülltes Weinblatt mit einer silbernen Vorspeisgabel. Meghan lehnte zuerst ab, dann griff sie doch nach einer mit geräuchertem Makrelenfilet gefüllten Feige.
Justine stand bei Lito und tat so, als sei sie nicht erleichtert, dass ihre Freunde den ersten Kontakt mit ihrer Familie überlebt hatten. Lito hatte sich für eine Olive entschieden und musterte sie mit jener Ernsthaftigkeit, die er auch einer schlechten Kritik entgegengebracht hätte.


„Ich glaube“, sagte er, „ich habe noch nie eine Olive gegessen, die in Griechenland geerntet wurde.“
Mary hörte es und wandte den Kopf. „Oliven sind in Griechenland seit der Antike höchst willkommen. Das unterscheidet sie von vielen mittelbegabten Künstlern.“
„Und von manchen Erinnyen“, sagte Justine.
Meghan schloss kurz die Augen. Fiona berührte ihren Arm, nicht fest, eher als Erinnerung daran, dass man sich auch mit einer Berührung zurückhalten konnte.
Vittorio trat dazwischen, ohne sichtbar einzugreifen.


„Die Oliven stammen von der Nachbarinsel. Dort wurde auch die Verfilmung von Phaidra gedreht mit höchst begabten Künstlerinnen wie Melina Mercouri.“
Brian nahm eine mit den Fingern. „Wurde der Film schlecht vermarktet, oder warum habe ich noch davon gehört?“
„Möglicherweise, Herr Kinney, weil Sie weder die antike Tragödie um Phaidra und ihren Stiefsohn Hippolytos kennen“, sagte Mary. „noch die vom Kardinal erwähnte Verfilmung von 1962, einige Jahrzehnte vor Ihrer Geburt.“
Justin sah von Brian zu Mary. Er kannte den Namen, weil Justine ihn erwähnt hatte, aber auf Marys Zunge klang er nicht wie eine Frau, vielmehr wie eine Dämonin. 
Emmett hob sein Glas. „Dann auf Phaidra, Tragödien und die Liebe zwischen Australien und Griechenland, zwischen Hydra und Drogheda. Mögen alle überleben!“


Für einen Moment wurde es still genug, dass man unten wieder die Ruder der Barke hörte, obwohl sie schon weiter draußen war. Wolfgang nahm ein Stück Brot mit Artischocken und schien nicht zu entscheiden, ob er der Unterhaltung folgen oder sie lieber wie ein Wetterphänomen vorbeiziehen lassen sollte.
„In Berlin“, sagte er schließlich, „streitet man über Häuser selten so höflich.“
„In Pittsburgh auch nicht“, sagte Brian.


„In Mexiko schon“, sagte Lito. „Und noch dramatischer wie mit Flamenco und Paso Doble.“
Sun stand etwas abseits bei einem Zitronenbäumchen. Sie hatte ihr Glas kaum angerührt. Justine bemerkte es.
„Du musst dich nicht unterhalten, wenn du nicht willst.“
„Ich weiß.“
Justine sah zum kleinen Durchgang, der an der Hausseite vorbeiführte. Dahinter lag der windgeschützte Hof, den Sun vorhin erwähnt hatte. „Willst du jetzt?“
Sun nickte. „Nur ein paar Minuten.“
Wolfgang blickte auf. „Allein?“
„Ja.“


„Ich kann mitkommen.“
„Nein.“
Es war kein hartes Nein. Nur eines, das keine weitere Erklärung brauchte. Wolfgang akzeptierte es. Lito hob sein Glas, als wünsche er ihr eine gute Reise von dreißig Metern.


„Falls du dort Erleuchtung findest“, sagte er, „bring bitte etwas davon für den Speisesaal mit.“
Sun lächelte kaum sichtbar. Dann ging sie an der Hauswand entlang, durch den schmalen Schatten zwischen Terrasse und Hinterhof. Ihr dunkles Kleid verschwand kurz im warmen Licht einer Wandlaterne und dann dahinter.
Mary sah ihr nach.
„Eine ernste junge Frau.“
„Sie hat familiäre Gründe“, sagte Lito.


„Das haben die meisten Menschen. Es macht sie nicht automatisch angenehmer. Wir trauern hier um einen Sohn, Enkel, Großneffen, Bruder und natürlich Priester, unseren Dan. Wenn Justine dazu Freunde einlädt, sollten sie an dem gemeinsamen Aperitif auch wirklich teilnehmen. Für asiatische Meditationen hat Fräulein Bak auf dem Boot genug Zeit, wenn Sie nachher zurück nach Hydra fahren, drei Stunden lang.“
„Das ist eine große Wahrheit, bescheiden ausgesprochen von Frau Carson“, sagte Lito. „aber im Osten trauert und hofft man durch andere Gesten als im Westen, deshalb tut Sun, obwohl es nach dem Gegenteil aussieht, dasselbe wie wir, nur eben im Hinterhof statt im Garten. Sie hat im letzten Jahr ihren Vater verloren; ihr Bruder ist im Gefängnis.“
Mary antwortete bedächtig, nachdem sie einen sehr kleinen Schluck Wein genommen hatte. „Für Australien ist Japan Norden, nicht Osten, östlich von uns ist Chile. Aber ich werde respektieren, dass sie ihren Vater verloren hat. Wir wollen aber nicht länger darüber reden.“


Bianca kam aus dem Haus zurück. „Eminenz, das Speisezimmer ist bereit.“
„Noch fünf Minuten, wir wollen auf der Terrasse ein kurzes Gebet für Dane sprechen, dann verabschieden wir unsere Aperitifgäste und kommen zu Tisch.“
Bianca stellte eine letzte Schale auf den Tisch, dünne Gurkenscheiben mit Minze und Joghurt, und blickte kurz in Richtung des Hofdurchgangs.
„Wie viele Menschen arbeiten hier im Haus?“, fragte Justin.
Vittorio wandte sich zu ihm. „Heute? Bianca allein. Die zwei Küchenhilfen und vier Dienstmädchen mit dem kleinen Boot zurück nach Hydra gefahren. Warum? Wenn Sie etwas brauchen, werde ich es gerne selbst holen, aber ich wollte nicht, dass zu viel Personal die Trauer der Familie Cleary aufwühlt.“
Justin nickte: „Das ist sehr rücksichtsvoll. Und auch wir werden Sie nicht viel länger aufwühlen, wie Sie zu sagen pflegten.“


Emmett nahm ein Stück gefülltes Weinblatt. „Ich sehe mich auch um. Ich sehe Silber, Kerzen, gefährlich gute Vorspeisen und drei Frauen, die einander Dinge sagen, als wären Messer zu direkt.“
„Herr Honeycutt“, sagte Mary, „Sie sollten vorsichtig sein. Manchmal sind Messer ehrlicher als Worte.“
„Dann hoffe ich sehr, dass Ihre Küche ehrlicher ist als Ihre Familie.“
Meghan atmete hörbar ein. Justine grinste, aber es verschwand sofort wieder, als sie das Gesicht ihrer Mutter sah.
Vittorio hob sein Glas. „Bevor wir den Aperitif beenden und unsere zusätzlichen Gäste verabschieden, möchte ich ein Gebet für Dane sprechen.“
Alle stellten ihre Teller oder Gläser ab und falteten die Hände, selbst Brian.
Der Kardinal sprach ein lateinisches Gebet, das alle mit Amen beantworteten, bevor er das Meer unter ihnen segnete. Nach einer kurzen Stille erhob er die Hände.


„Ich habe schon lange nicht mehr gebetet“, sagte Brian.
„Mich hat es an die Schule erinnert“, fügte Justin hinzu. „Ich war in einem katholischen Internat. Da gab es täglich drei Gebetszeiten, eine auf Latein, eine auf Französisch und eine auf Englisch.“
Fiona stellte ihr Glas ab. „Wo ist Sun?“
Wolfgang sah zum Durchgang. „Im Hof.“
Justine wandte sich ebenfalls um. „Sie wollte meditieren.“
„Wie lange meditiert man zur Trauer normalerweise? Wir wollen die Familie Cleary nicht unnötig lang vom Totenmahl abhalten. Und die Bootsfahrer wollen sicher auch beide schnell zurück, es sind schließlich noch drei Stunden nach Hydra gegen die aufkommende Flut.“ fragte Emmett.
Plötzlich zerriss der Schrei die Nacht.


Er war nicht laut wie in einem Theater. Er war kürzer, schärfer, und genau deshalb schrecklicher. Kein ausgestalteter Schrei, kein Ruf um Hilfe, sondern ein Laut, der aus einem Körper gerissen wurde, bevor Sprache ihn ordnen konnte.
Meghan ließ ihr Glas fallen. Es zersplitterte klirrend auf dem Stein.
Für einen Augenblick standen alle still. Selbst der Wind schien sich zurückzunehmen.
Dann hörten sie etwas Zweites: ein dumpfer Schlag aus der Richtung des Hinterhofs, gefolgt von einem helleren Geräusch, als sei Stein über Stein gerutscht.
Wolfgang war als Erster in Bewegung. Brian unmittelbar danach. Justine rannte an Mary vorbei zum Durchgang, ohne auf ihr Kleid zu achten. Justin folgte ihr. Lito stellte sein Glas so hastig ab, dass Wein über seine Hand lief. Fiona griff nach Meghan, doch Meghan löste sich und ging mit.
„Langsam!“, rief Vittorio, aber niemand hörte auf ihn.


Sie liefen an der Hauswand entlang. Der schmale Weg war nur von zwei Laternen beleuchtet. Schatten von Zitronenzweigen lagen auf dem Boden und bewegten sich im Wind. Hinter dem Haus öffnete sich der kleine Hof, den Sun gemeint hatte: heller Stein, drei Mauern, eine niedrige Bank, ein alter Brunnen mit plätscherndem Wasser. Darüber stieg der Fels steil an, und hinter einer verschlossenen Tür führte der Kapellenweg an der Klippe entlang zur Kapelle nach oben.
Sun kniete auf dem Boden.
Neben ihr lag eine Frau.


Für einen Moment ergab das Bild keinen Sinn. Die Frau lag halb auf der Seite, ein Arm unnatürlich unter dem Körper, das dunkle Haar über dem Gesicht. Ein Schuh war fort, der andere hing noch am Fuß. Ihr Kleid war hell genug, dass man den Staub und die dunklen Flecken sah. Neben ihr lagen kleine Steine, als wären sie mit ihr gefallen.
Sun hatte eine Hand ausgestreckt, berührte sie aber nicht. Ihre andere Hand lag auf dem Stein, als müsse sie sich an der Erde festhalten, um nicht selbst wegzugleiten.
Wolfgang blieb so abrupt stehen, dass Lito beinahe gegen ihn stieß.
„Sun“, sagte er.
Sie hob den Kopf. Ihr Gesicht war bleich, aber nicht panisch.
„Sie ist gefallen.“


Justine trat einen Schritt näher und blieb dann stehen. Justin sah, wie ihr Blick sich veränderte: erst Schock, dann Erkennen, dann der Versuch, beides wieder zu verbergen. Mary war hinter Meghan in den Hof getreten. Auch sie sah die Tote. Ihr Gesicht blieb beherrscht, aber ihre Hand schloss sich um den Smaragd an ihrem Hals.
Fiona machte keinen Laut. Meghan tat es. Nur ein kleines, gebrochenes Einatmen.
Vittorio kam zuletzt, nicht weil er langsam gewesen wäre, sondern weil er Bianca auf dem Weg angewiesen hatte, Licht zu bringen. Nun trat er an der Gruppe vorbei und kniete sich neben die Frau. Er zog ein Taschentuch aus der Tasche, nicht um etwas zu verdecken, sondern um ihre Halsschlagader zu prüfen, ohne den Körper unnötig zu bewegen.
Niemand sprach.
Die Laterne über dem Hof flackerte. Oben an der Felskante löste sich ein Stein und fiel, klein und verspätet, auf die Mauerkrone.
Vittorio nahm seine Hand zurück.
„Sie lebt nicht mehr.“


Emmett presste beide Hände vor den Mund. Brian stellte sich neben Justin, so dicht, dass ihre Schultern sich berührten. Justin blickte nicht nur auf die Tote, sondern auf die Wand, die Lage ihres Körpers, die verstreuten Steine. Er wusste nicht, warum er das tat. Vielleicht, weil das Gesicht zu viel gewesen wäre.
Sun stand langsam auf.
Marys Stimme kam kühl und sehr klar. „Was haben Sie hier getan?“
Wolfgang fuhr herum. „Nichts.“
Mary sah ihn nicht an. Sie sah Sun an.
„Ich habe gefragt, was Sie, Fräulein Bak, hier getan haben!“
Sun antwortete nicht sofort. Sie sah zu der Felskante hinauf, dann zur Toten.
„Ich stand dort.“ Sie deutete auf die niedrige Bank. „Dann machte ich meine Bewegungen, doch plötzlich…Ich hörte Schritte oben. Dann einen Schrei wie von einer Aaskrähe. Und aus dunklem Himmel plötzlich: eine Frau!“
„Direkt neben Ihnen?“, Mary wurde immer misstrauischer.
„Ja. Ich kann es mir nicht erklären. Dort stand ich, um zu meditieren.“
Emmett war erstaunt, schaute nach oben, hob die Hände zu einer dramatischen Geste: „Das sollen wir glauben?“
Justine trat zwischen Mary und Sun: „Es ist keine Glaubensfrage, wenn einem eine Frau aus der Dunkelheit vor die Füße fällt.“
Marys Blick ging kurz zu Justine. „Kennst du diese Frau?“


Justine wurde still.
Die Frage hing einen Moment zu lange im Hof.
„Ich sehe ihr Gesicht nicht“, sagte Justine.
Das war keine klare Antwort.
Vittorio richtete sich auf. „Niemand berührt den Körper. Niemand geht nach oben zur Kapelle oder öffnet auch nur das Tor. Dann funke ich die Polizei auf Hydra an.“
„Wie lange braucht sie herüber?“, fragte Fiona.


Vittorio berührte die Schnalle der Türe mit dem Taschentuch, doch das Tor war versperrt, wie es sein sollte. „Das weiß ich nicht. Um diese Zeit sicher drei Stunden.“
Emmett ließ die Hände sinken. „Stunden?“
„Das Meer ist nach Einbruch der Dunkelheit nicht freundlich zu uns. Auch Ihre Boote würden gegen die Flut drei Stunden brauchen.“
Mary sah auf die Tote hinab. „Und bis dahin?“
Vittorio sah in die Runde. Sein Gesicht war jetzt nicht weniger freundlich, aber fester.
„Bis dahin bleibt niemand allein. Wir gehen gemeinsam ins Haus. Wir essen, soweit es möglich ist, weil eine lange Nacht vor uns liegt. Und bevor wir gehen, beten wir.“
„Für sie?“, fragte Brian.


„Für sie. Und für alle, die jetzt glauben, sie wüssten bereits, was geschehen ist.“
Mary sah ihn an. Diesmal antwortete sie nicht.
Vittorio bekreuzigte sich. Fiona tat es sofort, Meghan mit zitternder Hand. Justine zögerte, dann folgte sie. Lito ebenfalls. Emmett sah unsicher zu Justin, dann senkte er den Kopf, bevor auch er sich bekreuzigte. Brian tat nichts, blieb aber still. Wolfgang stand neben Sun, als könnte seine Nähe allein sie gegen jeden Verdacht abschirmen. Im Gegensatz zu den anderen machte er das orthodoxe Kreuzzeichen.
Vittorio sprach leise, auf Latein zuerst, dann auf Deutsch.


„Herr, gib ihr die ewige Ruhe. Und das ewige Licht leuchte ihr. Lass sie ruhen in Frieden. Amen.“
Der Wind bewegte das Haar der Toten.
Aus dem Haus kam Bianca mit zwei Laternen. Ihr Blick fiel auf den Körper, dann auf Sun, dann auf Vittorio. Sie schrie nicht. Sie wurde nur sehr blass.
„Eminenz.“
„Bianca, schicken Sie die beiden Boote fort. Die Gäste bleiben alle zum Essen. Ich werde die Polizei anfunken, dass sie herüber kommen, aber niemand von uns darf die Insel verlassen, bis die Polizei es erlaubt. Und schließen Sie den unteren Zugang. Danach bereiten Sie im Speisezimmer Wasser für alle vor. Und während wir essen, die Gästezimmer mit mehr Decken, denn ich fürchte, wir werden nicht alle ein Einzelzimmer bekommen können.“
Mary hörte das Wort „schließen“ und sah zur Haushälterin. „Gibt es noch andere Wege vom Hof weg?“


Bianca antwortete nach einem kleinen Zögern. „Nur den Kapellenweg nach oben. Und den Weg zurück zum Garten.“
„Nur“, wiederholte Mary.
Vittorio hob die Hand. „Genug.“
Dann wandte er sich an Sun. „Können Sie gehen?“
Sun nickte.
Wolfgang berührte kurz ihren Ellbogen, aber sie löste sich sanft. Sie ging selbst.
Die Gruppe verließ den Hof nicht geordnet. Mary ging langsam, weil sie niemals floh. Fiona hielt Meghan. Lito blieb bei Justine, ohne sie anzusehen. Brian nahm Justin am Handgelenk und ließ ihn erst wieder los, als sie den schmalen Weg zur Terrasse erreichten. Emmett ging sehr still.


Hinter ihnen blieb die Tote im Hof, von zwei Laternen beleuchtet.
Über ihr lag die Kapelle im Mondlicht. Und zum ersten Mal an diesem Abend sah sie bleicher aus als der Tod.

Please Login in order to comment!